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Als "Küstendünengebiet mit pflanzengewachsenen und vegetationsfreien Dünenformationen" wird das Naturschutzgebiet Hörnum-Odde fachlich definiert. Mit ihren tief eingeschnittenen, halboffenen Dünentälern und seltenen Sand-Salzwiesen bietet die Odde ein Refugium für Flora und Fauna. Doch die urwüchsige Landschaft verändert sich kontinuierlich – bis zu 20 Meter Ufer raubt das Meer in sturmflutreichen Jahren.

 

Von der Südspitze bieten sich dem Besucher phantastische Ausblicke auf die Nachbarinseln Föhr und insbesondere Amrum. Umrahmt wird die Hörnum-Odde von Dünen, die für die Küstenlandschaft besonders typisch sind. Die jüngsten Sylter Dünenformationen sind etwa 3000 Jahre, die ältesten bis zu 8000 Jahre alt. Schon früh begannen die Menschen, die Dünen zu bepflanzen, da diese einen natürlichen Schutzwall gegen das Meer bieten. Nur wenige Pflanzen können auf dem kargen Sandboden der Dünen existieren. Dazu gehören vor allem der Strandhafer und der Sandroggen; sie bilden bis zu 20 Meter lange Wurzeln, um in dem feinen Sand Halt zu finden.