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Entlang der Sylter Ostküste erstreckt sich ein wortwörtlich einzigartiger Naturraum: Das Wattenmeer. Im Wechsel der Gezeiten Ebbe und Flut liegt der Schlickboden jeweils sechs Stunden frei und wird dann wieder sechs Stunden vom Wasser überspült.

 

Auf den ersten Blick mag das Wattenmeer wie eine end- und leblose graue Schlickwüste wirken. Doch die Lebensvielfalt ist frappierend: Auf nur einem Quadratmeter leben bis zu zwei Millionen Organismen – kaum ein anderer Lebensraum auf der Erde weist eine ähnliche Vitalität auf. Wissenschaftler haben ermittelt, dass sich in einem Quadratmeter Wattboden mehr lebende Substanz als etwa im tropischen Regenwald findet. Die hier lebenden Pflanzen zeichnen sich durch eine außerordentliche robuste Natur aus, müssen sie doch den hohen Salzgehalt des Wassers verarbeiten – diese Bedingungen ähneln jenen, denen Kakteen in der Wüste ausgesetzt sind. Dafür bietet das Watt allen Lebewesen ein außerordentlich reichhaltiges Nahrungsangebot. Und nicht zuletzt dient es als Kinderstube für die Fische und nicht zuletzt als Brut- und Rastplatz für zahlreiche Vogelarten.

 

Urlauber lernen diesen einzigartigen Lebensraum am besten bei einer geführten Wattwanderung kennen, wie sie in Hörnum von der Schutzstation Wattenmeer regelmäßig angeboten werden.

Tipps: Wattwanderungen